Die Edmund-Bradatsch-Stiftung

Anlass zur Errichtung der Stiftung ist das besondere Anliegen des Stifters, jungen begabten Studierenden oder Ingenieuren – auch auf dem zweiten Bildungsweg – materielle und ideelle Unterstützung und Förderung zuteil werden zu lassen.

Auch ohne Geld eine Chance (15.07.2011)

Edmund-Bradatsch-Stiftung vergibt Stipendien an Studenten des zweiten Bildungswegs

Preisträger 2010

Weiden. (rdo) Das Stipendium ist eine Anerkennung für hervorragende Leistungen. Vorwiegend Studierende, die auf dem zweiten Bildungsweg technische Studiengänge durchlaufen, soll die von Dipl.-Ing. Edmund Bradatsch im Jahr 2000 gegründete Stiftung mit Sitz in Weiden unterstützen. 44 Studenten und vier Forschungsprojekte erhielten bisher Zuwendungen.

Professor Dr. Erich Bauer als Präsident der HAW Amberg-Weiden begrüßte zum Stiftungsfest im neuen Hörsaalgebäude das Stifter-Ehepaar Bradatsch mit den auszuzeichnenden Studenten, Mitglieder des Stiftungsrates und Professoren. Er erinnerte an Dipl.-Ing. Martin Bäuml, der an der HAW studierte und aus der Stiftung ein Stipendium erhielt. Bäuml nutzte es für die Promotion und krönte nun seine Karriere im Führungskräfteprogramm bei Bosch in den USA. "Es ist die Saat, die Sie ausbrachten und die aufging", lobte der Präsident.

Nach Bachelor zum Master

"Im Stiftungsgedanken spiegelt sich auch die Biografie des Stifters wieder, der mit den Mitteln eine wichtige Bestätigung für die Absolventen gibt, die Lebenschancen eröffnet", erkannte Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein von der Hochschule Regensburg. Eckstein dankte im Namen der 13 Kommilitonen, davon sechs von der HAW, fünf von der Hochschule Regensburg und zwei von der Hochschule München.

Edmund Bradatsch lobte die beachtliche Entwicklung der HAW und gratulierte zum neuen Hörsaalgebäude. "Junge Leute ohne großen finanziellen Background unterstützen", gab Alfons Gnan, Entwicklungsleiter der BHS Corrugated, als Ziel aus. Er ermunterte, nach dem Bachelor- den Masterstudiengang folgen zu lassen, wenngleich dieser umfangreicher sei. Stiftungsvorsitzende Helga Bradatsch und Stiftungsrat Gnan übergaben die Urkunden mit Zuwendungen von insgesamt über 21 000 Euro. Von der HAW wurden bedacht: Michael Bauernfeind, Sabine Birner, Jan Feng, Christopher Kick, Michele Küppers. Hochschule Regensburg: Michael Hetzenecker, Ortwin Hitzler, Christian Ittlinger, Richard-Peter Polczer und Carola Wilhelm; TU München: Martin Schneider und Stefan Swoboda.

Gelder für Forschung

Die Stiftung stellte auch Gelder für drei Forschungsprojekte bereit. Prof. Dr. Günter Kummetsteiner, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen Weiden, und Prof. Dr. Matthias Wenk, Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik in Amberg, erhielten Unterstützung für ihr gemeinsames Projekt "Aufbau einer Simulationsumgebung für den Logistikbereich". Mittel gehen auch an das Forschungsprojekt der Hochschule Regensburg von Prof. Dr. Günter Monkam, der seine "EAP mit magnetisch steuerbarer Elastizität zur Interaktion mit Bindegewebszellen" vorstellte.

Corinna Veit sah die Stipendien als Anerkennung und motivierenden Anreiz, um weitere Studienabschnitte erfolgreich zu bewältigen. Sie bedankte sich im Namen der Studenten für den Zuschuss.